Die
Unfall-Versicherung
Die
Unfallversicherung ersetzt durch eine Kapitalzahlung und/oder
eine Rente im Falle einer Unfallinvalidität den Verlust der Arbeitskraft.
Eine
Berufsunfähigkeitsversicherung dient dem gleichen
Zweck, zahlt aber nicht nur im Falle eines Unfalls eine monatliche Rente,
sondern auch bei einer Berufsunfähigkeit durch Krankheit.
Es
gibt in der Regel zwei Versicherungssummen: Eine für den Fall
einer Unfallinvalidität und eine für den Fall des Unfalltodes. Den
Todesfallschutz benötigen jedoch nur diejenigen, die Hinterbliebene zu
versorgen haben. Hier ist allerdings der Abschluss einer
Risikolebensversicherung sinnvoller.
Lediglich
die Mitversicherung einer geringen Versicherungssumme
für den Todesfall ist ratsam, da bei eindeutiger Invalidität diese als
Vorauszahlung beantragt werden kann. Anders als bei der
Berufsunfähigkeitsversicherung wird keine vorher fest vereinbarte
Leistung erbracht, sondern nur ein Prozentsatz der gewählten
Invaliditätssumme ausgezahlt, welcher sich nach dem Grad der Invalidität
richtet.
Zudem
sollte eine Progression vereinbart werden. Dadurch steigen
die Versicherungsleistungen bei höheren Invaliditätsgraden progressiv an.
Die
Prämien werden in der Regel nach zwei Gefahrengruppen
berechnet:
-
Die
Gefahrengruppe A umfasst Berufe mit nicht körperlicher
Tätigkeit (Frauen werden grundsätzlich in Gefahrengruppe A
eingestuft).
-
In
die Gefahrengruppe B sind dagegen alle Berufe mit körperlicher
und gefährlicher Tätigkeit eingestuft.

-
Unfallversicherung besser isoliert abschließen -
Einige
Versicherer bieten seid Jahren eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
an. Alle Jahre wieder wird gerade mit diesem Produkt Werbung betrieben.
Doch
macht eine solche Versicherung Sinn ?
Wir
können bei so einem Versicherungsprodukt nur eine Antwort geben: Nein
!
Um
unsere Antwort zu erläutern möchten wir das Produkt an dieser Stelle näher
erläutern:
Wie
funktioniert eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ?
Der
Kunde schließt eine Unfallversicherung ab. Er zahlt dafür einen höheren
Beitrag als bei einem Produkt ohne Beitragsrückgewähr. Dieser
Differenzbeitrag ist der sogenannte Sparanteil welcher, abzüglich der
internen Kosten, verzinslich angelegt wird.
Streng
genommen handelt es sich um eine Lebensversicherung gekoppelt mit einer
Unfallversicherung.
Aber wenn Sie unsere Info über die KLV
(Kapital-Lebensversicherung) gelesen haben, dann wissen Sie, dass Hans-Dieter
Meyer unwidersprochen sagt:
"Eine
Kapital-Lebensversicherung ist legaler Betrug!"
Entsprechend
lang ist die Laufzeit kalkuliert. Während man eine “normale”
Unfallversicherung für 1-5 Jahre abschließt, ist man bei der
Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr in der Regel mind. 12 Jahre
oder länger gebunden.
mit
dem Sparanteil wird das Geld meist in einer Lebensversicherung gespart.
Diese wird benötigt, um am Ende die gezahlten Beiträge zu erstatten.
Hört
sich doch gut an. Warum lohnt es sich trotzdem nicht ?
Nehmen
Sie jetzt einmal eine Unfallversicherung mit gleichen Leistungen (z.B. von
der gleichen Gesellschaft) ohne Beitragsrückgewähr und legen den
Differenzbeitrag der beiden Varianten in ein Anlageprodukt dieser
Gesellschaft an. Sie werden feststellen das sie auf diesem Wege mehr Geld
zurückbekommen als bei der Unfallversicherung incl. Beitragsrückgewähr.
Wählen
Sie dann noch einen günstigeren Anbieter bei der Unfallversicherung, (da
Versicherer mit Beitragsrückgewähr in der Regel bei der
Unfallversicherung durchweg teurer sind) und legen das Geld z.B. in einen konservativen
Aktienfonds, oder in eine Fonds-Police an, ist die Differenz noch
erheblicher.
Noch
mehr Probleme!
Die
Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr kostet, wie oben beschrieben,
einiges. Der Beitrag geht schnell an die Grenze der Möglichkeiten des
Kunden. In der Folge spart der Kunde an der Leistung.
Das
Ziel einer Unfallversicherung ist es, dass sie im Notfall genug leistet
und das man davon leben kann. Dies ist aber bei einer Unfallversicherung
mit Beitragsrückgewähr oft nicht mehr erfüllt.
Oft
wird auch fest gestellt, dass in der Kombination Kapitalversicherung mit
Unfallversicherung oftmals viel zu geringe Versicherungssummen für den
Unfallversicherungsschutz vereinbart werden. Dafür verantwortlich ist
ebenfalls die Kapitallebensversicherung, denn
diese verschlingt so viel Geld, dass der Beitrag für eine ausreichende
Unfallversicherung oft nicht mehr bezahlbar wäre.
Verbraucher sollten daher immer Versicherung und Geldanlage trennen! Sinnvoll
ist, eine isolierte Unfallversicherung.