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1 Richtig und sicher anlegen: Fragen & Antworten 1

Fragen und Antworten zum richtigen Anlegen und Sparen

 
Warum sollte ich mich für fondsgebundene Lebens-/ Rentenversicherungen zur Altersvorsorge entscheiden?
Bekomme ich bei Aktienfonds Erträge ausgeschüttet?
Neben der Einmalanlage gibt es die Möglichkeit, regelmäßig zu sparen. Wie funktioniert das?
Warum soll ich Aktienfonds kaufen?
Was unterscheidet Aktienfonds von anderen Formen der Kapitalanlage?
Was versteht man unter Diversifikation?
Welche Arten von Investmentfonds gibt es?
Wie kommt es eigentlich, dass die Preise für Fonds schwanken?
Wieso kann ich mit dem Kauf von Investmentfondsanteilen mein Geld breit streuen?
Wieso sollte ich einen Aktienfonds kaufen und nicht direkt in einzelne Aktien investieren?
 

 
Ihre Frage: Warum sollte ich mich für fondsgebundene Lebens-/ Rentenversicherungen zur Altersvorsorge entscheiden?

Diese Art der Lebensversicherung, die im Grunde eine Fondsanlage in Verbindung mit einer Lebens- oder Rentenversicherung ist, hat in der Vergangenheit bessere Renditen erreicht als die normale Kapitallebensversicherung/private Rentenversicherung. 

Das liegt vor allem daran, dass bei dieser Versicherungsart klarere Vermögensverhältnisse herrschen. 

Der Sparanteil des Beitrages gelangt in einen oder mehrere Investmentfonds und unterliegt nicht den Manipulationsmöglichkeiten des Versicherers.

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Ihre Frage: Bekomme ich bei Aktienfonds Erträge ausgeschüttet?

Die meisten Aktienfonds schütten einmal jährlich die Erträge für das abgelaufene Geschäftsjahr aus.

Sie können sich die Erträge auszahlen lassen.

Die andere Möglichkeit ist, sie wieder anzulegen. Das bedeutet: Gleich bei der Ausschüttung für den Gegenwert zusätzliche Fondsanteile zu erwerben. In diesem Falle erhalten Sie normalerweise einen attraktiven Wiederanlage-Rabatt, der Ihren Anlageerfolg erhöht.

Ein wichtiger Vorteil der Aktienfonds, den manche Anleger überhaupt nicht auf der Rechnung haben, obwohl man ihn nicht hoch genug veranschlagen kann, heißt: Steuerersparnis!

Kursgewinne der Wertpapiere in Aktienfonds sind steuerfrei. Dies erhöht Ihren Anlageerfolg „nach Steuern“ oft ganz beträchtlich. Und das ganz legal!

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Ihre Frage: Neben der Einmalanlage gibt es die Möglichkeit, regelmäßig zu sparen. Wie funktioniert das?

Sie schließen einen Investment-Sparplan ab. Dieser Sparplan arbeitet nach folgender Methode:

Auf Ihren Sparplan zahlen Sie über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig (monatlich oder vierteljährlich) einen bestimmten Betrag ein – zum Beispiel 25, 50, 100, 200, 300 Euro im Monat.

Die Kapitalanlagegesellschaft wandelt Ihre Einzahlungen unverzüglich in Aktienfonds-Anteile um und sichert Ihnen damit sämtliche Vorteile der Investmentanlage: Das professionelle Management, Wertzuwachs, Erträge mit dem Wiederanlageeffekt, die mühelose Vermögensanlage.

Dazu allerdings kommt ein weiterer, sehr wesentlicher Vorteil: der sogenannte Cost-Average-Effekt. Da Sie regelmäßig einen bestimmten Betrag auf Ihren Sparplan einzahlen, erwerben Sie Aktienfonds-Anteile entsprechend den Kursschwankungen an der Börse mal zu niedrigeren, mal zu höheren Kursen.

Infolgedessen kommen Sie auf längere Sicht zu einem günstigen Durchschnittskurs. Das heißt in der Fachsprache Cost-Averaging – ein Verfahren, das Sie bei einem Investment-Sparplan gewissermaßen automatisch nutzen.

Aus all diesen Gründen sind Aktienfonds-Sparpläne für langfristige Anlageziele – wie z.B. die Altersvorsorge – besonders gut geeignet.

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Ihre Frage: Warum soll ich Aktienfonds kaufen?

Weil Aktien Ihnen Vorteile verschaffen wie kein anderes Investment und sich mit ergänzenden Geldanlagen zu einer harmonischen Einheit verbinden. Aus dieser Kombination resultiert, was Sie von der perfekten Vermögensanlage erwarten:

Ertrag. 

Sicherheit. 

Verfügbarkeit.

 

Hinzu kommt bei Aktienfonds noch ein zusätzlicher Effekt:

Service.

 

Denn Aktienfonds bündeln ein Paket ausgewählter Aktien und erledigen für Sie das professionelle Management.

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Ihre Frage: Was unterscheidet Aktienfonds von anderen Formen der Kapitalanlage?

Das Besondere der Aktien ist: Sie sind Beteiligungspapiere. Das unterscheidet sie von den meisten anderen Kapitalanlagen. Das macht ihren spezifischen Reiz aus.

Mit Aktien erwerben Sie eine direkte Beteiligung an einer Aktiengesellschaft. Sie sind beteiligt

an ihren Sachwerten,

an ihrer unternehmerischen Substanz (ihrem Know-how, zum Beispiel ihrer Marktgeltung, ihrer Managementqualität),

an ihrer Expansion,

an ihren Gewinnen.

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Ihre Frage: Was versteht man unter Diversifikation?

Um Gewinnchancen zu optimieren und Risiken zu minimieren, gibt es ein simples Rezept. Es heißt mit einem Wort:

Mischung! Fachleute nennen dies Diversifikation.

Man kaufe Aktien zahlreicher Unternehmen aus verschiedenen Branchen, kombiniere Standard- mit Nebenwerten, investiere in aussichtsreichen Ländern und Regionen, bilde womöglich ein paar Anlageschwerpunkte, setze gegebenenfalls ausgewählte derivative Instrumente ein und lasse die Papiere arbeiten.

Der Effekt:

Gewinne addieren sich,

Risiken in einem Bereich werden durch Chancen in einem anderen ausgeglichen.

 

Tatsächlich operieren Profis nach dieser Methode - und haben damit glänzende Erfahrungen gemacht.

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Ihre Frage: Welche Arten von Investmentfonds gibt es?

Je nach der Zusammensetzung des Fondsvermögens unterscheidet man verschiedene Arten von Investmentfonds. Ihre Anlagemöglichkeiten sind folglich unbegrenzt: Sie wählen zwischen den zahlreichen angebotenen Fonds und lassen Ihr Geld arbeiten, wo Sie die größten Chancen sehen.

Aktienfonds: Sie setzen sich aus einer Vielzahl verschiedener Aktien zusammen. Und zwar gibt es unter anderem: Deutsche Aktienfonds (mit vorwiegend deutschen Werten) und Internationale Aktienfonds (mit überwiegend internationalen Werten).

Rentenfonds: Sie bestehen aus zahlreichen fest- oder variabel verzinslichen Wertpapieren verschiedener Art mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten. Dabei unterscheidet man zum Beispiel zwischen Deutschen Rentenfonds (mit dem Anlageschwerpunkt Rentenwerte deutscher Emittenten) und Internationale Rentenfonds (mit dem Anlageschwerpunkt internationale Rentenwerte).

Gemischte Fonds: Sie investieren das Geld ihrer Anleger mal stärker in Aktien, mal mehr in verzinslichen Wertpapieren, wobei der jeweilige Anteil am Fondsvermögen nach der aktuellen Markteinschätzung schwanken kann.

Geldmarktfonds: Sie legen ihre Gelder in Geldmarktpapieren oder einlagengesicherten Bankguthaben zu Konditionen an, die sonst nur Großanleger erhalten.

Offene Immobilienfonds:
Sie bestehen überwiegend aus gewerblich genutzten Immobilien und werden von Grundstücks-Investment-Gesellschaften verwaltet. Sie werden offene Fonds genannt, weil die Zahl der Anleger und der Objekte nicht beschränkt ist. So werden kontinuierlich Fondsanteile ausgegeben beziehungsweise zurückgenommen.

Spezielle Fonds:
Sie pflegen die Anlage in bestimmten Bereichen, denen das Fondsmanagement eine besonders günstige Entwicklung zutraut. Das können zum Beispiel sein: Aktien bestimmter Branchen und Regionen, festverzinsliche Wertpapiere mit bestimmter Ausstattung.

Altersvorsorge-Sondervermögen (AS-Fonds):
Sie sind speziell auf die Altersvorsorge ausgerichtete Investmentfonds mit einer Mischung aus Aktien, Immobilien und Rentenwerten. Sie kombinieren Erfahrungen aus dem Ausland mit den Vorzügen des deutschen Investmentrechts – hohes Anlegerschutzniveau, hohe Transparenz und Flexibilität.

Dachfonds:
Sie investieren ihr Fondsvermögen in andere Fonds (Unterfonds). Die Auswahl der entsprechenden Fonds trifft das Fondsmanagement. Dachfonds sind für Anleger attraktiv, die auch mit kleineren Anlagebeträgen den Komfort einer standardisierten Vermögensverwaltung nutzen möchten. Dachfonds hat der Gesetzgeber mit dem 3. Finanzmarktförderungsgesetz am 1. April 1998 eingeführt.

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Ihre Frage: Wie kommt es eigentlich, dass die Preise für Fonds schwanken?

Der Markt für Aktien ist die Börse:
Angebot und Nachfrage treffen aufeinander, im Wechselspiel zwischen beiden Parteien bildet sich der Preis der Aktie – ihr Kurs. Dabei gelten die gleichen logischen Gesetze der Preisbildung, wie auf jedem vergleichbaren Markt:

Große Nachfrage führt zu steigenden Preisen.
Geringe Nachfrage führt zu fallenden Preisen.
Großes Angebot führt zu fallenden Preisen.
Geringes Angebot führt zu steigenden Preisen.

Die „Gretchenfrage“ ist: Welche Faktoren beeinflussen Angebot und Nachfrage?

Es gibt zahlreiche Erklärungen; unter anderem gehören dazu: 

Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Situation, Konjunkturprognosen, Perspektiven einzelner Branchen, politische und soziale Einflüsse.

Auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, verdichten sich sämtliche Erwägungen jedoch in der Frage:
Was traut man der jeweiligen Aktiengesellschaft zu, welche Rendite-Erwartungen kann man an sie knüpfen?

Die Antwort entscheidet über Kauf oder Verkauf bzw. Nachfrage oder Angebot.

Um diese Entscheidung treffen und Prognosen über die zukünftige Kursentwicklung stellen zu können, sind Voraussetzung:

Profunde Kenntnisse der Aktiengesellschaften, der Branchen, der ökonomischen Rahmenbedingungen,

Sensibles Einfühlungsvermögen in die „Stimmung“ des Marktes.

 

Dies ist Sache von Profis, die über Erfahrung und das erforderliche Instrumentarium verfügen.

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Ihre Frage: Wieso kann ich mit dem Kauf von Investmentfondsanteilen mein Geld breit streuen?

Es werden Hunderte verschiedener Aktien angeboten: Wie soll der Laie Chancen und Risiken gegeneinander abwägen, welche Aktien soll er kaufen ...?

Am Markt sind Tausende festverzinslicher Wertpapiere unterschiedlicher Art mit unterschiedlichen Zinsen und Laufzeiten: Wie kann sich der Interessent einen Überblick verschaffen, welche soll er unter welchen Gesichtspunkten erwerben ...?

Nicht anders stellt sich die Situation bei der Auswahl von Geldmarktpapieren oder bei der Investition in Gewerbeimmobilien dar.

Der Investmentfonds liefert die Lösung!

Die Investment-Gesellschaft (=Kapitalanlagegesellschaft) bildet z.B. aus zahlreichen ausgewählten Wertpapieren – Aktien, Festverzinslichen – oder aus anderen Vermögensgegenständen einen Fonds. Die Auswahl erfolgt durch erfahrene Experten nach dem Prinzip der gesunden Ertrags- und Risikomischung. Das heißt: Die Papiere sollen sich hinsichtlich Ertragschancen und eventueller Risiken so ergänzen, dass der Anleger gute Erträge bei möglichst hoher Sicherheit erzielt.

Die Vermögensgegenstände, die zu einem Fonds gehören, sind das Fondsvermögen. Dieses Fondsvermögen teilt die Investment-Gesellschaft in viele Anteile auf und gibt darüber Anteilscheine – auch Zertifikate genannt – aus.

Mit dem Kauf eines Investmentzertifikats erwirbt der Anleger somit einen bestimmten Anteil am Fondsvermögen – an den Aktien und verzinslichen Wertpapieren, die sich im Fonds befinden: an ihrem Wert, den laufenden Erträgen, den realisierten Kursgewinnen.

Der Investmentfonds erschließt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Geld breit gestreut in ausgewählten Wertpapieren am Geldmarkt, oder in Immobilien anzulegen und damit alle Chancen dieser interessanten Vermögensanlage auszuschöpfen.

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Ihre Frage: Wieso sollte ich einen Aktienfonds kaufen und nicht direkt in einzelne Aktien investieren?

Die Direktanlage in Aktien ist gewiss eine attraktive Vermögensanlage. Für den Laien jedoch birgt sie häufig Probleme.


1) Der Kapitaleinsatz.
Um eine einigermaßen tragfähige Mischung zusammen zu stellen, muss man viel Geld investieren – mehr, als die meisten besitzen.


2) Die Auswahl und Mischung.
Die Auswahl und Mischung der „richtigen“ Papiere verlangt neben Zeit auch Kompetenz, Marktübersicht, Flexibilität – professionelles Wissen also.

Sie vermeiden diese Probleme und sichern sich dennoch sämtliche Vorteile der Vermögensanlage in Aktien durch die Entscheidung für Aktienfonds.

Aktienfonds funktionieren so:
Eine Fonds-Gesellschaft – in der Fachsprache Kapitalanlagegesellschaft genannt – bildet aus Aktien vieler ausgewählter Aktiengesellschaften einen Fonds.

Die Auswahl der Papiere und Überprüfung der Mischung erfolgt durch erfahrene Experten nach dem Prinzip der „gesunden Ertrags- und Risiokomischung“. 

Das bedeutet: Die Aktien sollen sich hinsichtlich Ertragschancen und möglicher Risiken derart ergänzen, dass der Fonds gute Erträge bei hoher Sicherheit erzielt.

Sie, als Anleger, kaufen Anteile dieses Fonds – sogenannte Zertifikate – und sind damit an allen Aktien des Fondsvermögens beteiligt: an ihrem jeweiligen Kurswert, ihren laufenden Erträgen, ihren Wachstumschancen.

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