Die
Lebensversicherung – eine Mogelpackung
Rund
65 Millionen Bundesbürger glauben noch immer dem Werbeslogan der
Versicherungen:
„Vertrauen
Sie uns – wir sorgen vor.“
Sie
haben eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen,
um sich ein finanzielles Polster fürs Alter zu schaffen und/oder Kinder
und Enkelkinder vor Geldnöten abzusichern.
Verständlich,
bei den vollmundig klingenden Renditen: „Wir
verdoppeln Ihr Geld in 25 Jahren“ – eine Wertsteigerung von 100 Prozent!
Nicht
berücksichtigt wurde und wird die steigende Inflation, die rund 60 Prozent der
angekündigten Wertsteigerung zunichte und damit die
Lebensversicherung zu einer
Mogelpackung
macht.
Im
Klartext: Wer 25 Jahre lang seine Beiträge zahlt, kann bei Auszahlung
der Versicherungssumme nur mit einer geringen Wertsteigerung rechnen. Für den
Bund der Versicherten sind
Kapital-Lebensversicherungen deshalb „legaler Betrug.“
Dieser
ernüchternden Bilanz folgte 2001 der Börsencrash.
Viele
Lebensversicherer sind seither auf Talfahrt.
Sie haben sich verspekuliert, hatten auf Werte der „New Economy“ gesetzt,
weil sie auf steigende Kurse hofften. Um die Verluste zu kompensieren, wurden
große Teile der stillen Reserven aufgelöst.
Inzwischen
sind die Reserven so geschmolzen, dass die
Überschussbeteiligungen – oft waren es sieben Prozent und mehr – erheblich
zurückgefahren wurden.
Der
garantierte Mindestzins für Lebensversicherungen von 3,25 Prozent
sei zwar nicht gefährdet, doch im Finanzministerium wurde eine Rücknahme
auf 2,75 Prozent für Neuverträge ab 2004 beschlossen.
Die
Verunsicherung bei den Beitragszahlern wächst. Sie wissen nicht, was die
Zukunft noch bringt
und ob es sich lohnt, jahrelang Monat für Monat Geld in die Lebensversicherung
einzuzahlen – was sich letztendlich nicht rechnet.
Waren
es vor der Börsenkrise schon rund ein
Viertel der Versicherten, die in den ersten fünf Jahren trotz großer
finanzieller Verluste aus den Verträgen
ausgestiegen sind, weil ihnen das Geld für die Einzahlungen fehlte, ist jetzt
zu befürchten, dass die Zahl der „Aussteiger“
noch erheblich zunimmt und Neuzugänge bei den
Lebensversicherern ausbleiben. (Quelle:
BdV)