In
der Renten-Falle:
Erneute Kürzung
bestehender Privatrenten!
Zum Thema Renten ist in diesem
Lande schon unerträglich viel gelogen worden – sowohl bei den
gesetzlichen als auch bei den privaten Renten (wir erinnern an Blüm’s
Rentenlüge!). Bei all dem Desaster der Gesetzlichen Rentenversicherung
muss man aber anerkennen, dass bestehende Renten vom Staat bisher nicht
gekürzt worden sind. Der Begriff „Vertrauensschutz“ hat hier noch
Bedeutung. Das kann man von den privaten Rentenversicherern nicht
behaupten, deren Vertreter und Helfer in den Medien dem Volke eingeflößt
haben, mit einer privaten Rentenversicherung könne man seinen Ruhestand
sichern. Das Gegenteil ist nämlich der Fall!
Für die Bezieher von
Privatrenten nimmt die Katastrophe jetzt gnadenlos ihren Lauf. Gutgläubige
Kunden, die mit unwahren Argumenten unter Verschweigen der hohen Risiken
privater Rentenversicherungen zum Vertragsabschluß geködert worden
waren, bekommen in diesen Tagen (teilweise schon zum dritten Mal!)
von ihrem Versicherungsunternehmen einen unerfreulichen Brief. Dieser hat
zum Inhalt, dass die schlechte Lage am Kapitalmarkt dazu zwingt, die Überschussrente
(erneut) zu kürzen.
Das müssen Sie sich einmal
vorstellen: Da haben Sie im Hinblick auf die im Ruhestand klaffende
Rentenlücke zusätzlich einen „sicheren und überaus rentablen“
Vertrag abgeschlossen, der Ihnen eine Privatrente in Höhe von X DM (oder
Euro) verspricht. Der Vertreter hat Ihnen natürlich die Notwendigkeit
gerade dieses Produktes in allen Farben geschildert und das System der
Privatrentenversicherung über den Klee gelobt, denn sonst hätten Sie so
etwas ja wohl kaum abgeschlossen, oder? – Und jetzt teilt man Ihnen mit,
eine Rentenkürzung sei unvermeidbar!
Die Überschußrente
– ein total unsicheres Geschäft!
Ein ganz entscheidender
Nachteil scheint damals (beim Abschluß) bei Ihnen nicht „angekommen“
zu sein (oder wurde er verharmlost oder gar verschwiegen?): Sicher ist bei
einem solchen Vertrag nämlich nur die Garantierente, also der lächerliche
Betrag, der so gering ist, dass Sie auf dieser Basis garantiert keine
Unterschrift geleistet hätten! Die Überschußrente hingegen ist ein völlig
unsicheres Geschäft! Und auf diese Unsicherheit scheinen die meisten
Kunden nicht deutlich genug hingewiesen worden zu sein. Die Betroffenen
haben nun arge Probleme, bei steigenden Kosten für den Lebensunterhalt
und gekürzten Rentenleistungen ihren gewohnten Lebensstandard zu halten!
Für jeden, der auf den
Ruhestand zugeht, ist das eine Horrorvision: Das Geld zum Leben wird von
Jahr zu Jahr immer knapper, der Euro treibt die Preise extrem hoch – der
finanzielle und soziale Absturz ist vorprogrammiert!
Die
gnadenlose Enteignung von Versicherten – auch „legaler Betrug“
genannt!
Schuld an dieser Misere haben
nicht die rückläufigen Kapitalmarktzinsen, sondern das gnadenlose System
der Privatrente! Die Versicherungskonzerne haben mit den Kundengeldern
Sachwertanlagen in Milliardenhöhe angehäuft, doch ihre Versicherten kaum
daran beteiligt. Wenn auch damit argumentiert wird, dass mindestens 90
Prozent der Überschüsse den Versicherten zufließen, so ist das nichts
als heiße Luft. Durch Abschreibungen und sonstige Bilanzierungskniffe
kann das Sachwertvermögen der Gesellschaften bis nahe Null Euro dezimiert
werden. So beträgt der Buchwert vieler Immobilien, die bei Anschaffung
Millionen kosteten, in den Büchern der Versicherer nur noch einen
symbolischen Restwert von einem Euro! Und an diesem einen Euro sind nun
alle Versicherten beteiligt... Ganz zu schweigen von den Milliardenbeträgen,
die den Versicherungsunternehmen zufallen, weil viele Kunden bereits
einige Jahre nach der Rentengarantiezeit sterben und die Hinterbliebenen
dann in die Röhre gucken!
Wie gnadenlos derartige
Konzerne mit ihren Versicherten umgehen, zeigt ein internes Rundschreiben
aus diesen Tagen an die Vertreterschaft, welches diese auf enttäuschte
oder gar aggressive Reaktionen aus dem Kundenkreis vorbereiten soll. Diese
Kunden haben zum Teil erneut die Kürzung ihrer Renten mitgeteilt
bekommen. Was Ihnen als aufmerksamer Leser unserer Informationen gewiss
auffällt: Es wird weiterhin mit der Garantiezins-Lüge agiert, indem die
Behauptung aufgestellt wird, die Versicherung sei hochrentabel. Dass der
Garantiezins nur auf den Sparanteil (= ca. die Hälfte des Beitrags) gewährt
werden und somit eine Minusrendite erzeugen, wird hier wieder mal
verschwiegen.